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Bewegung und Sport
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Welcher Sport passt zu mir?

Bewegung ist gesund, sie stärkt Körper und Seele und beugt zahlreichen Krankheiten vor. Doch oft scheitern die guten Vorsätze, endlich mit dem Sport zu beginnen und dauerhaft am Ball zu bleiben. Doch wer den richtigen Sport findet, hat mit der Motivation häufig kein Problem mehr. Entdecken Sie die neuesten Fitness- und Bewegungstrends und finden Sie heraus, welcher Sport Sie glücklich machen kann. Auch für Kinder und Jugendliche sind aufregende Ideen dabei …

Manchmal dauert es einfach, bis man sich glücklichen Herzens binden kann. Das ist mit dem Sport häufig nicht anders. Sie wollten schon immer mal joggen gehen oder sich im Fitnessstudio auf dem Laufband auspowern? Nur leider kommt immer wieder irgendwas dazwischen? Der innere Schweinehund, das schlechte Wetter, der aufreibende Job. Ausreden gibt es viele. Und irgendwie ist es mit dem Spaß ja ohnehin nicht so weit her. Seitenstechen statt Glückshormonen, Muskelkater statt purzelnder Pfunde …

Den Schweinehund überlisten

Klar, Sport ist gesund, das weiß mittlerweile so gut wie jeder und jede. Bewegung stärkt unser Immunsystem, kräftigt die Muskulatur, baut Stress ab, hält uns schlank und beugt erwiesen zahlreichen Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes vor. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Doch warum klappt es dann so häufig nicht, dass wir mit unseren guten Vorsätzen auch am Ball bleiben? Die Laufschuhe stattdessen schnell wieder in der Ecke landen, der Fitnessstudiobesuch nur noch zum lästigen Pflichttermin wird?

Psychologen und Verhaltenstherapeuten haben darauf viele Antworten. „Ich muss endlich mal Sport machen“ sei einfach ein zu großes und vages Ziel für den Einstieg. Unser Schweinehund nimmt solche Vorhaben als Bedrohung wahr. Besser seien kleine Ziele, etwa herausfordernde Aufgaben zunächst nur für wenige Minuten zu beginnen. Das nimmt den Druck. Denn der größte  Widerstand entsteht vor dem Start zum Sport, nicht währenddessen. Fängt man erst mal an, bleibt man meist auch länger dabei.

Durch den Trick lernt unser Gehirn Erfolg und fordert ihn irgendwann sogar ein. Auch Belohnungen, wie ein gutes Essen nach dem Sport seien wichtig. Aber um zurück auf unseren Eingangssatz zu kommen: Manchmal liegt die fehlende Motivation auch einfach daran, dass wir noch nicht den passenden Sport für uns gefunden haben. Nicht jeder hat Freude daran, abends Runde um Runde durch den düsteren Park zu trotten oder im Fitnessstudio eintönig Gewichte zu stemmen. Und genau hier liegt oft der Knackpunkt: „Es ist sehr wichtig, die richtige Sportart zu finden. Ohne Spaß an der Bewegung entwickelt man keine Regelmäßigkeit“, sagt etwa der Sportwissenschaftler Paul Hager. Probieren Sie es aus! Wir stellen Ihnen acht neue und überraschende Sportarten vor. Vielleicht ist auch für Sie diesmal „der Richtige“ dabei.

Auf der Suche nach dem passenden Sport

Wenn der Sport mehr Last als Lust ist, kann es helfen, sich zunächst einige Fragen zu stellen. Zum Beispiel: Was könnte mir Freude bereiten? Mag ich eher die Herausforderung und das Naturerlebnis? Dann könnten Outdoor-Sportarten wie Klettern oder Rudern das Richtige sein.

Blühe ich dagegen eher in der Gemeinschaft auf? Dann könnten Ihnen vielleicht Mannschaftssportarten oder Gruppentrainings liegen.

Suchen Sie eher die Entspannung? Wie wäre es mit Yoga, Qigong oder Pilates?

Meist tut uns eine Sportart gut und bereichert das Leben, wenn sie einen Gegenpol zum Alltag bildet. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt Erwachsenen zwischen 18 und 64 Jahren übrigens, sich jede Woche mindestens 150 bis 300 Minuten bei mäßiger Intensität zu bewegen, also mindestens zweieinhalb Stunden. Diese Zeit sollten wir uns nehmen.

Padel – Gemeinsam fit

Der dynamische und leicht zu erlernende Mix aus Tennis und Squash erlebt gerade einen echten Hype. Gespielt wird auf kleineren Feldern als beim Tennis, die Wände (oder auch Gitter) können beim Spielen mit einbezogen werden. Das macht Padel zu einem rasanten und taktisch spannenden Spiel, das vor allem die Kondition und Koordination verbessert, aber auch reichlich Kalorien verbrennt. Plätze gibt es etwa bei Sport- oder Tennisvereinen. Eine ähnliche trendige Alternative ist das etwas langsamere Pickleball, das auf einem kleineren Feld ohne Wände gespielt wird.

Barre-Training – Die Kraft aus der Tiefe

Schon die Stange an der Wand deutet an: Das Barre-Training hat seinen Ursprung im Ballett. In den 1950er-Jahren wurde es von der Tänzerin Lotte Berk entwickelt und nach und nach von Experten verfeinert. Es kombiniert Elemente aus Ballett, Pilates, Yoga und dem Bodyweight-Training. Die Übungen konzentrieren sich auf kontrollierte isometrische Bewegungen, die Muskelgruppen wie Beine, Gesäß, Rumpf und Arme aktivieren. Das Workout fördert die Stabilität, kräftigt die Tiefenmuskulatur und ist auch für Schwangere

und bei Gelenkproblemen geeignet.

Wingfoiling – Freiheit auf den Wellen

Besonders für Teenager könnte der Wassersport zum aufregenden Hobby werden. Beim Wingfoiling steht man auf einer Art Surfbrett und hält einen kleinen Flügel (Wing) in den Händen. Bläst der Wind, saust man rasant übers Wasser – und hebt dank spezieller Tragflächen unter dem Brett (Foils) irgendwann ab. Die Kombi aus Kitesurfen, Windsurfen und Surfen schult das Gleichgewicht, verbessert die Koordination und beansprucht zahlreiche Muskelgruppen. Der Wassersport ist vergleichsweise leicht zu erlernen. Wichtig: Helm und Prallschutzweste tragen!

Calisthenics – Aus eigener Kraft

Calisthenics bedeutet im Griechischen so viel wie „schöne Kraft“. Und die gibt’s durch Liegestütze, Klimmzüge, Kniebeugen & Co. Denn bei dem Workout dient das eigene Körpergewicht sozusagen als Trainingsgerät. Das ist äußerst effektiv und zudem überall machbar – zu Hause, im Fitnessstudio oder im Freien an der frischen Luft. Seit das Street-Workout angereichert mit modernen Elementen aus New York zu uns geschwappt ist, gibt es auch hierzulande immer mehr Calisthenics-Parks. Der Sport stabilisiert den Bewegungsapparat, gibt Kraft und formt den Körper.

Hyrox – Die Fitness-Challenge

Wer eine echte Herausforderung sucht, sollte es einmal mit Hyrox probieren. Bei dem Indoor-Wettbewerb müssen die Teilnehmenden an  acht Stationen Kraft- und Fitnessübungen wie Burpees (Kombi aus Kniebeuge, Liegestütz und Strecksprung in einer fließenden Bewegung), Weitsprünge oder Rudern absolvieren. Zwischen jeder Station liegt ein 1000-Meter-Lauf auf Zeit. Hyrox ist ziemlich anstrengend und ein tolles Ganzkörpertraining. Wettkämpfe, für die man gut trainieren sollte, werden regelmäßig in mehreren deutschen Städten veranstaltet.

Roundnet – Der Familienspaß

Roundnet, auch unter dem Markennamen Spikeball bekannt, ist der perfekte Park-, Beach- und Gartensport für Jugendliche und  Familien mit Kindern. Im Mittelpunkt steht ein kleines Trampolin, auf das zwei Teams mit den Händen einen Ball schlagen müssen. Die Regeln sind dem Beachvolleyball ähnlich: Jedes Team hat drei Kontakte, bevor der Ball an das gegnerische Team gespielt wird, das diesen wieder zurückspielen muss. Das schnelle Spiel verbessert vor allem die Koordination und Fitness.

Mikro-Workout – Fit in fünf Minuten

Keine Zeit zum Sport? Dann könnten Mikro-Workouts die Lösung sein. Die kompakten Trainingseinheiten werden in nur fünf bis zehn Minuten absolviert und basieren auf wenigen intensiven Übungen, wie Hampelmänner (Jumping Jacks) für das Herz-Kreislauf-System, Crunches für die Bauchmuskulatur oder Schulterkreisen für mehr Beweglichkeit. Im Unterschied zu Calisthenics werden für das Ganzkörper-Workout keinerlei Hilfsmittel wie Reckstangen oder Ähnliches benötigt.

Reformer-Pilates – Körper und Geist im Einklang

Pilates ist für fast alle Menschen ein äußerst effektives und zugleich sanftes Gesundheitstraining. Die sechs Prinzipien Kontrolle, Präzision, Konzentration, Zentrierung, Fluss und Atmung sollen Körper und Geist in Einklang bringen. Zentral ist dabei das sogenannte Powerhouse, das aktiviert wird, indem man Rücken, Bauch und Beckenboden anspannt und so den Rumpf stabilisiert. Während die Dehnungs-, Kräftigungs- und Atemübungen beim herkömmlichen Pilates auf der Matte erfolgen, wird beim Reformer-Pilates auf einem Bettrahmen-ähnlichen Gestell mit Schlitten und Federwiderstand trainiert. Dieses Reformer genannte Gerät ermöglicht u. a. besonders präzise Übungen.

Gut zu wissen!

Zuschüsse von der Krankenkasse

Bei der Suche nach dem richtigen Sport kann sich auch ein Blick auf die Website der Krankenkasse lohnen. Viele gesetzliche Kassen beteiligen sich an den Kosten für Präventionskurse. Die Angebote reichen häufig von Yoga und Pilates bis hin zu Nordic Walking, Rückentraining oder Aqua-Fitness. Übernommen werden je nach Kasse meist zwischen 75 € und 150 € pro Kurs. Auch tolle Fitnessübungen für zu Hause sind häufig auf den Seiten zu finden.

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