Lebensqualität & Prävention
© Peter Vahlersvik / iStock by Getty Images

Achtung, Zecken!

Jetzt im Frühjahr beginnt wieder die Zeckensaison. Wir zeigen, was die kleinen Spinnentiere so gefährlich macht und wie man sich vor ihnen schützen kann.

Was macht Zecken so gefährlich? Auch wenn die Spinnentiere nicht größer als vier Millimeter werden, können sie ernste Krankheiten übertragen, allen voran die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sowie die Borreliose. FSME ist eine Viruserkrankung, die zu einer Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute führen kann. Schwere Verläufe können u. a. Lähmungen, Schluck- und Sprechstörungen und starke Schläfrigkeit hervorrufen. Bleibende neurologische Schäden sind möglich.

Borreliose hingegen wird durch Bakterien ausgelöst und kann daher gut mit Antibiotika behandelt werden. Dennoch ist auch diese Erkrankung nicht zu unterschätzen – unbehandelt kann sie zu chronischen Gelenk- und Organentzündungen führen. Kinder werden oft anders gestochen

Wo lauern die Biester?

Zecken lieben es feucht und warm. Meist finden sie sich in hohem Gras, dichtem Unterholz, an Weg- und Waldrändern und Bachläufen, wo man sie beim Vorbeigehen abstreift. Aber auch im heimischen Garten sind sie unterwegs. Nach Ausflügen in die Natur oder dem Spielen sollte man den Körper daher nach Zecken absuchen. Oft stechen sie an Körperstellen wie Kniekehlen, Leisten und Achseln. Achtung: Durch die geringere Körpergröße sind sie bei Kindern häufig auch an Kopf, Hals und Nacken zu finden!

Was mache ich bei einem Stich?

Je länger die Blutsauger auf der Haut verbleiben, desto größer ist das Infektionsrisiko. Daher sollte die Zecke möglichst rasch entfernt werden. Hierfür nicht mit Pinzetten, Öl oder sonstigen Hausmitteln herumdoktern – im Todeskampf gibt die Zecke verstärkt Erreger in die Wunde ab! In Ihrer gesund leben-Apotheke erhalten sie spezielle Zeckenzangen oder -karten, mit denen sich die Tiere leicht und sicher entfernen lassen. Unser Fachpersonal erklärt Ihnen gerne die Anwendung. Die Einstichstelle anschließend desinfizieren.

Woran merke ich, dass ich erkrankt bin?

Nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Infektion! Erkrankt man dennoch, ist bei Borreliose die Wanderröte typisch, eine ringförmige Hautrötung (mind. 5 cm), die in der Mitte blasser ist und sich nach außen verbreitet. Sie entwickelt sich binnen drei bis 30 Tagen meist um die Einstichstelle, kann aber auch an anderen Körperstellen auftreten.

Eine FSME-Infektion äußert sich oft ein bis zwei Wochen nach dem Biss durch grippeartige Symptome wie Fieber, Schwindel und Kopfschmerzen.

Wie kann ich mich schützen?

Auf heller, langer Kleidung lassen sich Zecken leichter entdecken. Tragen Sie geschlossene Schuhe. In Ihrer Apotheke erhalten Sie zudem wirksame Zeckensprays zum Auftragen auf die Haut. Gegen FSME gibt es zudem eine Impfung.

Zecken bei Tieren

Auch Hunde und Katzen können von den Parasiten gestochen werden, was sogar häufiger als bei Menschen passiert, weil sie gerne abseits der Wege herumstreunen. Während Katzen sich deutlich seltener infizieren und erkranken, stellen Borreliose und FSME für Hunde eine größere Gefahr dar. Auch andere Erkrankungen wie Babesiose, die sogenannte Hundemalaria, können ihnen gefährlich werden und schlimmstenfalls zu Organversagen führen.

Tipp: Für Vierbeiner gibt es in Ihrer gesund leben-Apotheke neben Zeckenzangen und Halsbändern auch wirksame Spot-on-Präparate und Kautabletten gegen Zecken!

Melden Sie sich hier an und sichern Sie sich Ihren 10% Gutschein* für unsere Apotheke

    Loading...