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Lebensqualität & Prävention
© Aaron-Amat / iStock by Getty Images

Heute wird’s warm – 30 Grad im Schatten? Was jetzt wichtig ist …

Mit Freunden oder der Familie bis spätabends im Garten sitzen und grillen. Ein Picknick auf der Stadtparkwiese. Mit dem Paddelboot über den See gleiten oder eine Radtour durch die blühende Landschaft unternehmen … Der Sommer beschert uns viele Glücksmomente. Doch manchmal macht er uns auch ganz schön zu schaffen. Wenn die Temperaturen tagsüber auf mehr als 30 Grad klettern und uns warme Tropennächte den Schlaf rauben, sehnen wir uns oft nach einem erfrischenden Regenschauer und Abkühlung.

Manche Menschen müssen bei Hitze sogar besonders vorsichtig sein. Das betrifft nicht nur Ältere oder Personen, die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck leiden. Auch bei anderen Vorerkrankungen wie Asthma oder Diabetes kann Hitze zur besonderen Belastung werden. So fördert etwa die heiße und trockene Luft die Bildung von Feinstaub und Ozon, was die Atemwege reizt und Entzündungen verstärkt. Auch wer joggt oder andere Sportarten betreibt, sollte diese an heißen Tagen daher besser in die frühen Morgenstunden oder auf den Abend verlegen. Bei Diabetes wiederum beeinträchtigt eine verminderte Schweißbildung infolge weniger aktiver Nerven die natürliche Körperkühlung.

Besonders ältere Patienten trinken zudem oft zu wenig. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel und das Risiko für Stoffwechselentgleisungen erhöht sich. Achten Sie deshalb an heißen Tagen ganz besonders auf Ihre Gesundheit.

Leichte Küche

Finger weg von Bratwurst, Pommes & Co. Fettes Essen an heißen Tagen belastetet den Kreislauf. Essen Sie jetzt lieber mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt und greifen Sie zu Obst, Salat und Gemüse, um den Körper mit Vitaminen und verlorenen Elektrolyten zu versorgen. Nudeln, Reis und Kartoffeln, z. B. als Salat zubereitet, liefern Kohlenhydrate, die den Körper mit Energie versorgen. Bietet die Firmenkantine nur Schweinebraten mit Soße an, bereiten Sie sich zu Hause ein gesundes Sandwich oder einen Salat zu.

Vorsicht Keime!

Salmonellen und andere Keime fühlen sich bei hohen Temperaturen besonders wohl. Wer ernsthafte Magen-Darm-Infektionen vermeiden möchte, verzichtet jetzt besser auf Speisen, die rohes Ei enthalten oder nicht erhitzt werden, etwa Tiramisu oder Mayonnaise. Fleisch immer gut durchbraten. Und auf die Küchenhygiene achten: Händewaschen und Schneidebretter mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen.

Der Hitze ein Schnippchen schlagen

  • Lüften Sie die Wohnung möglichst frühmorgens und abends. Querlüften macht das Raumklima erträglicher. Der Wind erzeugt zudem Verdunstungskühle auf der Haut. Rollos, Vorhänge etc. zuziehen.
  • Feuchte Handtücher oder Laken in den Zimmern kühlen die Raumluft herunter. Auch ein Ventilator verteilt nicht nur warme Luft, wenn man ein Gefäß mit Eiswürfeln davorstellt.
  • Kühlende Körperlotionen, ein Thermalwasserspray oder eine „Abreibung“ der Beine mit erfrischendem Franzbranntwein verschaffen oft Linderung. Auch ein kühles Fußbad oder feuchte Umschläge auf Arme, Beine, Stirn oder Nacken sind eine Wohltat.
  • Locker sitzende, helle Kleidung, zum Beispiel aus Leinen, reflektiert das Sonnenlicht, ist luftdurchlässig und lässt die Luft am Körper zirkulieren.
  • Mobile Klimaanlagen gibt es im Baumarkt schon für rund 150 Euro. Aber Vorsicht: Nicht zu kalt einstellen, sonst droht Erkältungsgefahr.

Trinken, trinken, trinken!

Klar, bei Hitze sollten wir reichlich trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen auszugleichen. Der ist im Sommer nämlich oft doppelt so hoch wie bei moderaten Temperaturen. Trinken wir zu wenig, sind Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme meist die Folge.

Weniger bekannt ist, dass ein Flüssigkeitsmangel auch anderen Organen zusetzt. So kann Hitzestress auch ernsthaft die Nieren schädigen – und zwar nachhaltig und auch bei gesunden Menschen. Als Faustregel gilt: Zwei bis drei Liter täglich sollten es sein. Die besten Durstlöscher: Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees oder verdünnte Säfte. Auch wasserreiches Obst und Gemüse wie Melonen, Gurken oder Tomaten kann Flüssigkeitsverluste ausgleichen. Bei Herz-Kreislauf- oder Nierenerkrankungen sollte man die Trinkmenge ärztlich besprechen.

Sonnenstich, Hitzeerschöpfung und Hitzschlag: Was ist das eigentlich?

Der lange Strandtag in der Sonne, der anstrengende Sport bei 30 Grad oder einfach nur die drückende Hitze in der Stadt: Hitzeerkrankungen können mitunter lebensbedrohlich sein. Worauf Sie achten sollten.

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