Vorsicht vor Medikamentenbetrug!
Im Internet werden immer mehr gefälschte Medikamente und vermeintliche Wundermittel angeboten. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) missbrauchen Kriminelle sogar Prominente für den Betrug. Wir zeigen, worauf Sie achten sollten.
Mal ist es Schauspielerin Uschi Glas, mal die Moderatorin Barbara Schöneberger oder der bekannte Arzt Eckart von Hirschhausen: Seit Monaten warnt die Verbraucherzentrale NRW vor verschiedenen Cardio- und Diabetes-Produkten, die von Prominenten in Social-Media-Beiträgen und Internet-Anzeigen als wahre Wundermittel beworben werden. Ein gefährlicher Betrug, denn weder halten die Produkte, was sie versprechen, noch werden sie wirklich von den Prominenten empfohlen – mit Hilfe von KI wurden ihnen die Aussagen mit gefälschter, aber täuschend ähnlich klingender Stimme schlicht in den Mund gelegt.
Die Fake-Werbung ist nur die neueste Masche von Kriminellen, die Verbrauchern mit nutzlosen Produkten das Geld aus der Tasche ziehen. Das Internet ist voll von gefälschten Medikamenten, vermeintlichen Wundermitteln und betrügerischen Discount-Apotheken, in denen man hochwertige Arzneimittel angeblich zu Spottpreisen bekommt.
Viagra rezeptfrei, dubiose Pillen und Pulver, die verschreibungspflichtige Medikamente ersetzen sollen, Mikronadelpflaster, die den Blutzucker regulieren … Nicht selten werden für die fragwürdigen Aussagen auch Namen und Logos von Fachgesellschaften wie etwa der Deutschen Diabetes Gesellschaft missbräuchlich genutzt. Laut einer aktuellen Untersuchung des Software- und Sicherheitsunternehmens Avast sind erschreckende 95 Prozent der Online-Apotheken illegale Fälschungen.
Für Verbraucher bedeutet das nicht nur einen finanziellen Schaden. Enthalten gefälschte Medikamente keine oder falsch dosierte Wirkstoffe oder gar giftige Substanzen, können sie der Gesundheit schaden und schlimmstenfalls sogar lebensbedrohlich sein!
Fake-Shops sind oft sehr professionell gemacht, häufig lässt sich nicht mit bloßem Auge erkennen, ob es sich um eine seriöse Apotheke handelt oder nicht. Vorsicht ist geboten bei Shops ohne Rezeptpflicht und extrem niedrigen Preisen sowie Vorkasse als alleinige Bezahlmöglichkeit. Auch ein Blick ins Impressum ist ratsam: Bei Fake-Shops ist es häufig nicht vorhanden oder es fehlen wichtige Informationen wie Adresse und Handelsregisternummer.
Bei fragwürdigen Heilversprechen würden oft auch Bezeichnungen wie „Institut für …“ oder „Deutsches Institut für …“ verwendet. Dies seien jedoch keine geschützten Begriffe, jeder könne ein solches Institut gründen, so die Verbraucherschützer.
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