Gürtelrose – Eine Impfung schützt
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Gürtelrose ab sofort auch für Risikogruppen, die jünger als 60 Jahre alt sind. Wer sich gegen die oft äußerst schmerzhafte Viruserkrankung schützen sollte.
Es beginnt meist mit leichten Hautrötungen und kleinen Knötchen an Rumpf oder Brustkorb, die sich streifenförmig über den Körper ausbreiten und sich zu brennenden Bläschen entwickeln. Der plötzliche unerklärliche Ausschlag kann aber auch an Armen, Beinen oder sogar im Gesicht auftreten und ist oft mit heftigen Schmerzen verbunden.
Über 300.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr an Gürtelrose. Ausgelöst wird die entzündliche Hauterkrankung durch sogenannte Varizella-Zoster-Viren. Erkranken kann jeder, der irgendwann im Leben einmal Windpocken hatte, was auf nahezu alle Erwachsenen über 50 Jahre zutrifft. Denn die hochansteckenden Herpesviren haben die Eigenschaft, auch nach durchgemachter Erkrankung im Körper zu bleiben. Viele Jahre später können sie dann wieder aktiv werden und eine Gürtelrose auslösen. Meist erkranken ältere Menschen oder wenn das Immunsystemgeschwächt ist.
Eine Gürtelrose ist nicht nur unangenehm und kann Narben, Pigmentstörungen und Überempfindlichkeiten der Haut zurücklassen. Sind beispielsweise Hör- und Gesichtsnerven betroffen, kann es zu einer Hörminderung oder zu Lähmungen im Gesicht kommen. Etwa 10 bis 20 von 100 Erkrankten leiden durch die Nervenentzündung zudem auch nach abgeheiltem Ausschlag noch unter erheblichen Schmerzen. Diese können mitunter Monate oder sogar Jahre andauern. Auch schwere Komplikationen wie eine Lungen-, Leber- oder Hirnhautentzündung können sich bei Menschen mit stark geschwächter Immunabwehr entwickeln.
Eine Gürtelrose kann zwar mit Schmerzmitteln und antiseptischen und juckreizstillenden Lotionen behandelt werden. Besser ist es aber, dass sie gar nicht erst entsteht.
Die neue Impfempfehlung gegen Gürtelrose
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Herpes zoster für folgende Personen:
- allen Personen ab 60 Jahren.
- allen Personen ab 18 Jahren, deren Immunsystem durch Krankheit oder Behandlung geschwächt ist.
- allen Personen ab 18 Jahren mit einer schweren Ausprägung einer Grunderkrankung wie beispielsweise Diabetes, rheumatoide Arthritis, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) oder Asthma.
Der Totimpfstoff gegen Gürtelrose wird in der Regel zweimal im Abstand von mindestens zwei und maximal sechs Monaten geimpft. Da eine Gürtelrose wiederholt auftreten kann, wird die Impfung auch empfohlen, wenn man bereits an einer Gürtelrose erkrankt war.
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