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Haut, Haare & Nägel
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Sommer, Sonne, Hautprobleme

Endlich wieder herrlicher Sonnenschein und warme Temperaturen. Das sorgt für gute Laune – und leider oft auch für Hitzepickel & Co. Wir zeigen Ihnen die fünf häufigsten Hautprobleme im Sommer und was Sie dagegen tun können.

Hitzepickel

Die juckenden Pusteln (Miliaria) entstehen, wenn wir schwitzen. Ursache für den lästigen Ausschlag sind verstopfte Schweißdrüsen. Quillt die Hornschicht der Haut bei Wärme auf, kann der Schweiß nicht mehr ungehindert nach draußen geleitet werden.

Die mit klarer Flüssigkeit gefüllten Bläschen oder geröteten Knötchen treten daher meist an Körperstellen mit vielen Schweißdrüsen auf, etwa am Dekolleté oder Rücken, unter den Achseln, in den Armbeugen oder an der Leiste. Babys sind besonders anfällig, weil ihre Schweißdrüsen noch nicht vollständig ausgebildet sind.

Das hilft

Nicht kratzen (Entzündungsgefahr!), Haut trocken halten und Stauwärme vermeiden. Ein sanftes Peeling kann verstopften Schweißdrüsen vorbeugen. Bei starken Hitzepickeln kann eine entzündungshemmende Zinkoxid-Schüttelmixtur aufgetragen werden.

Wunde Oberschenkel

Schweiß, gepaart mit Reibung, sind oft auch die Ursache für Scheuerwunden zwischen den Oberschenkeln. Und das ist nicht nur eine Frage des Gewichts. Reiben Hautflächen aneinander oder scheuert die Kleidung auf der Haut, etwa beim Radfahren oder Joggen, kann sich die Haut entzünden. Fachleute sprechen von „Intertrigo“, auch Hautwolf genannt.

Die brennenden und juckenden Stellen können sich sogar zu offenen Wunden entwickeln und sich infizieren. Scheuerwunden können übrigens auch unter den Achseln oder an der Brust auftreten.

Das hilft

Kompressionskleidung wie Radlerhosen oder Bandelettes (Oberschenkelbänder) können Wundscheuern vorbeugen. Spezielle Pflegesticks können präventiv aufgetragen werden, Wundheilsalben, etwa mit Dexpanthenol oder Hydrocortison, lindern Beschwerden.

Sonnenallergie

Bei einer Sonnenallergie reagiert die Haut auf UV-Strahlung. Im Unterschied zu Hitzepickeln treten die Symptome somit fast ausschließlich an Körperpartien auf, die der Sonne ausgesetzt waren. Das kann ebenfalls zu juckenden Bläschen oder Pusteln führen, aber auch zu brennenden Quaddeln und Hautrötungen.

Bei der „Mallorca-Akne“ spielen verstopfte Poren durch Sonnencremes eine Rolle. Es gibt aber auch phototoxische Reaktionen auf Kosmetika oder Medikamente sowie Formen wie die so genannte polymorphe Lichtdermatose oder die Lichturtikaria, eine Sonderform der Nesselsucht, bei der die Zellen unter UV-Strahlung vermehrt den Entzündungsbotenstoff Histamin ausschütten.

Das hilft

Meiden Sie die Mittagssonne und verwenden Sie Sonnenschutzgels mit hohem Lichtschutzfaktor (ab 30) und fettfreier Formulierung. Je nach Sonnenlicht-Reaktion können Antihistaminika (Lichturtikaria) oder Tinkturen mit Zink oder Kortison (Lichtdermatose) die Beschwerden lindern.

Hautpilz

Ein ringförmiger, rötlicher Ausschlag mit leicht schuppendem Rand kann auf Ringelflechte hindeuten. Die durch Dermatophyten (Fadenpilze) verursachte Infektion ist zwar in der Regel ungefährlich, aber hochansteckend und vor allem sehr hartnäckig.

Auftreten kann der Hautpilz u. a. als Körperflechte an Rumpf, Armen und Beinen, auf der Kopfhaut oder in der Leistengegend. Das längere Tragen feuchter Kleidung, gemeinsam benutzte Handtücher, Körperkontakt oder nicht desinfizierte Fitnessgeräte in Studios begünstigen eine Infektion.

Das hilft

Vereinzelte Stellen können mit rezeptfreien antimykotischen Salben behandelt werden. Bei großflächigem Hautpilz kann eine systemische Therapie mit oralen Antimykotika (verschreibungspflichtige Tabletten) notwendig sein. Vermeiden Sie Feuchtigkeit!

Rückenakne

Pickel am Rücken sind nicht nur im Sommer ein Problem. Wenn wir wieder mehr Haut zeigen, werden sie jedoch als besonders störend empfunden. Die Entstehung der Papeln (Knötchen) ist ein komplexer Prozess, bei dem Mikroentzündungen, eine Vermehrung hornbildender Zellen und überaktive Talgdrüsen eine Rolle spielen.

Das überschüssige Sebum (Hauttalg) verstopft die Poren, die am Rücken besonders groß sind, und es bildet sich ein Nährboden für Bakterien. Entzündungen sind die Folge. Großflächige Rückenakne sollte ärztlich abgeklärt werden, denn die Ursachen können ganz unterschiedlich sein und reichen von falscher Ernährung bis hin zu hormonellen Schwankungen und Stress.

Das hilft

Eine gute Pflegeroutine ist unerlässlich. Eine spezielle nicht-komedogene Hautreinigung erhalten Sie in Ihrer gesund leben-Apotheke. Auch Spot-Treatments mit Salicylsäure können helfen. Tragen Sie lockere Kleidung.

Heilende Zugsalbe

Entzündete Pickel, eingewachsene Haare, Abszesse oder Furunkel, eine durch Bakterien verursachte Entzündung am Haarbalg, können mitunter sehr schmerzhaft sein. Um weitere Infektionen zu vermeiden, sollte man keinesfalls versuchen, die oft geröteten und geschwollenen Stellen mit den Fingern auszudrücken.

Helfen können hier spezielle Zugsalben. Ihre Wirkstoffe, zum Beispiel auf Basis von Terpentin- und Eukalyptusöl, haben entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften. Die Haut über der entzündeten Stelle wird verstärkt durchblutet und aufgeweicht, so dass Entzündungen an die Hautoberfläche gezogen werden und Eiteransammlungen abfließen können. Bei größeren Abszessen, Fieber sowie ausbleibender Verbesserung nach 48 Stunden sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

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